Aufruf Ostermarsch 2021

Das Friedensbündnis Lüneburg ruft zum diesjährigen Ostermarsch 2021 in Lüneburg auf!

–           Kundgebung im Clamart-Park

–           Samstag der 03. April um 11 Uhr

–           Friedensstraße 1, 21335 Lüneburg

 

Vor genau 61 Jahren wurde in der Bundesrepublik der erste Ostermarsch begangen.

   Ziel der pazifistischen Bewegung war, die atomare Bewaffnung Deutschlands zu verhindern. In einer Zeit der Hochrüstung innerhalb des Kalten Krieges demonstrierten tausende gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands und für eine gewaltfreie Lösung von Konflikten. Der Kalte Krieg ist seit über 30 Jahren vorbei, Deutschland ist keine Atommacht und eine nukleare Eskalation konnte verhindert werden. Dennoch sind in Deutschland Atomwaffen stationiert, Waffen werden im Interesse der Nato und der kriegsinteressieren Mächte in der EU und anderen Weltteilen in großen Mengen in Krisengebiete geliefert, um Stellvertreter- und Ressourcenkriege zu führen.
   Es muss Schluss sein mit Waffenexporten von europäischem Gebiet – auch Kleinwaffen. Landminen, chemische Kampfstoffe und alle anderen Waffen fördern Leid, Armut und Entmenschlichung. Insbesondere Waffenlieferungen in Länder wie die Türkei, welche Kriege gegen die Bevölkerung und ihre Nachbarn führt, müssen aufhören. Deshalb rufen wir mit der europaweiten Friedensbewegung, als Gewerkschaften, Studieren-denschaften, Verbände, Parteien und Initiativen dazu auf, gemeinsam für Frieden auf die Straße zu gehen.
   Denn Frieden ist so nötig wie lange nicht mehr: 76 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki erreicht der nukleare Wettlauf um „Abschreckung“ menschheitsbedrohliche Ausmaße. Die deutsche Bundes-regierung weigert sich, das UN- Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen. Die globalen Rüstungsausgaben belaufen sich inzwischen auf 2 Billionen US-Dollar.
   In Deutschland sind trotz der tödlichen Corona-Pandemie, im Bundeshaushalt 2021 rund 50 Milliarden der Ausgaben für den Verteidigungsetat vorgesehen, nur die Hälfte davon für das Gesundheitssystem und ein Bruchteil für die Entwicklungshilfe. Dabei sind insbesondere im globalen Süden große Bevöl-kerungsteile schutzlos dem Virus ausgesetzt. Statt mit Geld und Ressourcen einen gefährlicheren Rüstungswettbewerb anzufeuern, braucht es den weltweiten Ausbau der Gesundheits- und Sozialsysteme.
   Wir sind deshalb entschlossen, für die Beseitigung von Kriegsursachen und gegen jede Art von Krieg einzustehen. Überall auf der Welt demonstrieren Menschen gegen die lebensbedrohliche Klimakrise, gegen Flucht- und Vertreibung sowie gegen soziale Verelendung durch Sparpolitik und Ausbeutung.
   Ohne Frieden ist keine dieser globalen Menschheitsaufgaben lösbar. Krieg hingegen ist ein Verbrechen an der Menschheit.

Gemeinsam wirken wir daher:

  • Für internationale Kooperation statt immer neuer Kriegseinsätze
  • Für ein Verbot von Waffenexporten aller Art
  • Verbot aller Atom- und Massenvernichtungswaffen überall
  • Für ein Ende der Festung Europa und die Wiederherstellung des Asylrechts
  • Für konsequente Abrüstung und die Umverteilung freiwerdender Mittel
  • Für die Umsetzung der Menschenrechte sowie internationale Solidarität weltweit.

     

    Friedensbündnis Lüneburg