Das Jahr 2022 – Die Monate Januar, Februar, März

  „Neofaschismus in Deutschland“ die Ausstellung der VVN-BdA-Lüneburg

Im Rahmen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus findet diese Ausstellung und die begleitenden Veranstaltungen der VVN-BdA-Lüneburg statt.

Anmeldung ist erforderlich unter Telefon 04131 -7 20 65 80   oder Mail „buchungen at museum-lueneburg dot de“

Am 14. März wurde die Ausstellung eröffnet

Die Leiterin des Museums, Frau Dr. Düselder begrüßt die Gäste. Sie betont die Notwendigkeit der kritischen Auseinandersetzung mit neofaschistischen Strömungen und Erscheinungsformen und dass das Museum und diese Ausstellung dazu einen Beitrag leisten wollen.
Frieder Kern VVN-BdA-Lüneburg informiert über den erneuten Anschlag auf den Treffpunkt der Falken in Lüneburg und den gezielten antifeministichen und homophoben und rassistischen Hintergrund und die Solidaritätsaktion " Flagge zeigen".
Die Musiker der Lüneburger Band 'Mittel zum Zweck" begeisterten und beeindruckten mit ihren emphatischen, kritischen und kämpferischen Kompositionen und Texten das Publikum.
Andrea Röpke informierte in ihrem hochinteressanten Beitrag über ihre Recherchen und Ergebnisse zum Thema Rechte Gewalt, rechte Strukturen und damit verbundenen Strategien, und über die nach wie vor krassen Defizite bei Strafverfolgungsbehörden aber auch über wichtige Erfolge vor allem von Nebenkläger:innen.
Ausstellungsbesucher:innen
Ausstellungsbesucher:innen

Sonntag, 20.03.2022

Lüneburger Wochen gegen Rassismus 2022 - alle wichtigen Informationen

Samstag, 19.03.2022

Veranstaltungen vom 19.03.2022

Argumente gegen Rechts

 

10.00–13.30 Uhr Online ZOOM

Jede menschenverachtende Äußerung lässt sich mit direkten und klaren Argumenten in Frage stellen. Anhand eines Vortrags der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus wollen wir zu Gesprächs- und Handlungsstrategi-en kommen, um im Umgang mit rechten und rassistischen Aussa-gen handlungsfähig zu werden. Neugelerntes wird in einem Argu-mentationstraining in Kleingrup-
pen direkt umgesetzt und auspro-biert.
Veranstalter: Seebrücke Münster, Seebrücke Lüneburg,
Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextrimismus
Anmeldung: muenster@seebruecke.org, als Betreff bitte:
Workshop gegen Rechts, Zugangsdaten werden vor der
Veranstaltung zugeschickt.



   Weißsein erleben – kritische
   Begegnung
mit einem Privileg
  

10.30–18.30 Uhr Online ZOOM

Critical Whiteness Workshop für weiße Menschen
Referent: Tsepo Bollwinkel
Zielgruppe: Weiße Menschen mit Interesse, ihre persönlichen und gesellschaftlichen Verstrickungen im Themenfeld Rassismus zu er-forschen und ihre Haltungen zu
verändern
Kosten: frei, eine Spende zugunsten eines Empowerment
Projektes ist erwünscht.
Veranstalter: Eine Kooperationsveranstaltung der Fabs Lüneburg mit
Tsepo Bollwinkel, freischaffender Autor und Trainer
Anmeldung: Tel: 04131/4 42 11, info@familienbildungsstaette.de
Kursnummer MI21-P140

   Stammtisch-kämpfer*innen-
              Workshop

11.00–14.30 Uhr Online mit big blue button

Die Stammtischkämpfer*innen-Workshops sind Argumentations-trainings gegen rechte und diskrimi-nierende Parolen.
Wir alle kennen das: In der Diskus-sion mit Arbeitskolleg*innen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache ver-schlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den
Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen. Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, dieSchrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin!
Veranstalter: Arbeit und Leben Nds. Mitte gGmbH in Kooperation
mit Aufstehen gegen Rassismus, Amadeu Antonio
Stiftung und VHS REGION Lüneburg
Anmeldung: info@vhslg.de, Kursnummer 211-14211

Freitag, 18.03.2022

Lüneburger Wochen gegen Rassismus

DIE MITTELMEER-MONOLOGE

„Wir sind sehr froh, dass wir die Mittelmeer Monologe nach Lüneburg holen konnten. Die Perspektive der Betroffenen müssen wir erkennen und ihnen zuhören. Deshalb wollen wir voneinander und miteinander lernen. Während wir in diesen Tagen den Krieg in der Ukraine fassungslos verfolgen dürfen wir den Hunger und die Not auf der Welt nicht vergessen“, so Dirk Garvels, Gewerkschaftssekretär beim DGB in Lüneburg.

Die „Mittelmeer Monologe“ ist eines der Angebote in diesen Tagen. Sie erzählen von den politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boot nach Europa wiederfinden, von brutalen ‚Küstenwachen‘ und zweifelhaften Seenotrettungsstellen und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegensetzen.

Im Anschluss werden uns Shakar Haji und Hamo Dahar Haji einen Einblick ihres Weges nach Deutschland geben und von ihren Erfahrungen auf der Flucht berichten.

 

Der Eintritt ist frei
Eine Kooperation von Wort und Herzschlag gUG, GEW, DGB, und Seebrücke Lüneburg

Anmeldung: Dirk.Garvels@dgb.de

Montag, 07.03.2022

Eindrücke von der Kundgebung des Lüneburger Friedensbündnisses

Mittwoch, 02.03.2022

Aufruf zur Kundgebung – Die Waffen nieder! Frieden für die Ukraine!

Samstag, den 05. März um 16 Uhr auf dem Lüneburger Marktplatz

Der Krieg in der Ukraine dauert an. Tausende Menschen sind ihm zum Opfer gefallen, hunderttausende sind auf der Flucht. Als Friedensbündnis Lüneburg rufen wir erneut dazu auf, gemeinsam auf die Straße zu gehen und ein starkes Signal zu setzen. Kriege gehören geächtet, Flüchtlingen geholfen und Militär allseitig abgerüstet. Die russischen Truppen müssen umgehend abziehen. Es bedarf ernsthafter diplomatische Gespräche für ein Ende dieses Krieges.

Beteiligt euch an unserer Kundgebung!

Das Lüneburger Friedensbündnis

Mittwoch, 02.03.2022

Nie wieder Krieg!

Die Waffen nieder! 

Stoppt den Krieg! Frieden für die Ukraine und ganz Europa

 

 

Das Lüneburger Friedensbündnis verurteilt den russischen Einmarsch in der Ukraine auf das Schärfste. Dieser Angriff stellt einen Bruch mit dem Völkerrecht und den Grundsätzen der UN-Charta da. Alle Beteiligten, darunter NATO, Russland und die EU-Staaten müssen mit Hochdruck an diplomatischen Lösungen arbeiten. Die militärische Aggression muss sofort beendet werden. Unsere Solidarität gilt den Menschen, die vom Krieg betroffen sind. Europa muss ihnen umfassende humanitäre Hilfe leisten. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen für den Frieden setzen.    
 Das Lüneburger Friedensbündnis

Samstag, 29.01.2022

„Die Sowjetarmee hat euch befreit!“

So begrüßte Anatoli Shapiro, Kommandeur der 1. Ukrainische Front der Roten Armee, nach deren Angriff am 27. Januar 1945 auf das KZ „Auschwitz III Monowitz“ die überlebenden Häftlinge.

  Vor 77 Jahren offenbarten sich zunächst den sowjetischen Soldaten und dann der ganzen Welt die ungeheuerlichen Schreckenstaten der deutschen Nationalsozialisten.  Die Rote Armee konnte immerhin 7650 schwer kranke Menschen befreien. 60 000 Menschen aus den Lagern hatten die SS-Schergen Tage vor der Befreiung auf einem Todesmarsch Richtung Westen getrieben. Über unvorstellbare 1 000 000 Menschen hatten die Nazis in den Jahren zuvor ermordet.

  Der Tag der Befreiung wird seit 1996 (erst!!) als gesetzlicher Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in der BRD begangen. Internationaler Gedenktag ist der 27. Januar seit 2005.

  In Lüneburg fand wie auch im letzten Jahr die Gedenkfeier im Wandrahmpark statt. Vertreter*innen verschiedener Lüneburger antifaschistischer Gruppen setzten unterschiedliche Schwerpunkte in ihren Redebeiträgen. Nicht nur der Reichsbahnwaggon hinter dem Rednerpult, der an das Massaker an KZ-Häftlingen in Lüneburg erinnert, sondern auch einige Redeinhalte stellten Lüneburger Ereignisse in den Mittelpunkt.

  So berichtete Ruthild Raykowski von ihren Begegnungen mit Esther Bejarano in Schulen in Lüneburg und Adendorf. Thorben Peters erinnerte mit deutlichen Worten, dass für viele von den Nazis Verfolgte der Schrecken nach 1945 nicht vorbei war. Gnadenlos verurteilten die gleichen Richter wie vor 1945 Menschen, weil sie sich gegen die Wiederbewaffnung wendeten, weil sie in der KPD waren, weil sie Mitglied der VVN-BdA waren. Mit den verhängten Freiheitsstrafen zerstörten die ehemaligen Nazi-Richter und Nazi-Staatsanwälte, jetzt beschäftigt beim Lüneburger Landgericht nach 1945, viele Lebenspläne, führte Thorben Peters aus.

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Olaf Meyer eröffnet die Gedenkveranstaltung

Redebeitrag der VVN-BdA-Lüneburg

Redebeitrag von Ruthild Raykowski

Redebeitrag von Thorben Peters von der Partei Die Linke

Weitere Wortbeiträge gab es von

  • der Sozialistischen Jugend / Die Falken – Lüneburg
  • der Antifaschistischen Aktiven Lüneburg (AAL)
  • dem Literaturbetrieb
  • der Salt City Antifa

zu hören auf der Seite der Falken Nordniedersachsen.

Peter Gunkel

Donnerstag, 27.01.2022

50 Jahre

Die VVN-BdA-Lüneburg und die Partei „Die Linke“ erinnern an ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Bundesrepublik

Am 28. Januar 2022 jährt sich der „Radikalenerlass“ der Regierung des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt zum 50. Mal. Die Ministerpräsidenten aller damaligen Bundesländer schlossen sich in den Folgemonaten diesem
Erlass an.

Der Beschluss bildete den Auftakt zu einer der intensivsten Bespitzelungsphasen gegen Linke in der Geschichte der Bundesrepublik. 3,5 Millionen Regel-Anfragen beim Verfassungsschutz, 11.000 Berufsverbotsverfahren und mehr als 1500 verhängte Berufsverbote im öffentlichen Dienst sind die zahlenmäßige Bilanz dieser staatlichen
Bespitzelung. Von den Berufsverboten betroffen waren nicht nur Mitglieder der DKP und verschiedener K-Gruppen und von deren Studierendenverbände sondern auch andere Linke – bis hin zu Mitgliedern SPD naher Studierenden-verbände, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – BDA) und Gewerkschafter: innen.

Verschont von der Verfolgung blieben hingegen Rechte im Staatsdienst – tausenden von Verfahren gegen Linke stehen ganze fünf gegen Rechte gegenüber.

Thorben Peters, Kreissprecher DIE LINKE Lueneburg erklärt: „Die Verheerungen die diese Hexenjagd in der politischen Kultur der BRD angerichtet hat sind bis heute spürbar. Wer Extremist:in ist, entscheidet immer noch in erster Linie der Verfassungsschutz. So ist mit dem Inlandsgeheimdienst eine Institution, deren politische Aus-richtung nicht erst seit der Verstrickung in die NSU Mordserie und die Skandale um seinen einstigen Chef Hans Georg Maßen bekannt ist, für die Definition und das Aufspüren von „Verfassungsfeinden“ zuständig.

Frieder Kern (VVN-BdA Lüneburg) ergänzt: „ Wir wenden uns entschieden dagegen, erneut die Prüfung politischer Gesinnungen anstatt konkreter Handlungen zur Einstellungsvoraussetzungen im öffentlichen Dienst zu machen, wie das die jetzige Bundesregierung offenbar plant. Grundgesetz und Strafrecht reichen heute vollkommen aus, um rechte Netzwerke in Polizei, Militär und Justiz zu bekämpfen. Bedauerlicherweise wird davon nur sehr selten Gebrauch gemacht. Der Kampf gegen Rechte Demokratie Feinde bleibt in erster Linie eine gesellschaftliche Aufgabe.

Anlässlich des 50. Jahrestages fordern wir stattdessen die Rehabilitierung und Entschädigung der Betroffenen.

Eine gemeinsame Presseerklärung der VVN-BdA-Lüneburg und er Partei „Die Linke“

Dienstag, 18.01.2022

Bündnis „Solidarisches Lüneburg“ demonstriert enorme Einigkeit

Ein weit Parteien, Gruppen, Verbände und Gewerkschaften übergreifendes Bündnis zeigte auf dem Lüneburger Lambertiplatz den Impfgegner*innen und Speptiker*innen der offiziellen Coronapolitik was es von deren Parolen hält.

pg

Sonnabend, 15.01.2022

Neu im Menupunkt "Links"

Link zum „Antifaschistischen Informationsportal Lüneburg (auf Facebook)“ – Das Portal veröffentlicht antifaschistische Informationen, Recherchen & Aktionen aus Lüneburg und Umgebung.

Link zum „Arolsen Archives International Center on Nazi Persecution“ – Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum zur NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus.

pg