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19.02.2024

Say their names – Sage ihre Namen!

Foto: Hinnerk11, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Said Nesar Hashemi, Hamza Kenan Kurtović, Ferhat Unvar, Sedat Gürbüz, Fatih Saraçoğlu, Gökhan Gültekin, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz und Kaloyan Velkov.

Das sind die neun Menschen, die bei einem rassistischen Anschlag am 19. Februar 2020 in Hanau umgebracht wurden.

Foto:© Johannes Sebastian Agilo Müller / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Am Londoner High Court findet am 21. und 22. 2.2024 womöglich die letzte Anhörung zur Auslieferung von Julian Assange an die USA statt. Seine Frau befürchtet, dass Julian Assange eine Auslieferung an die USA nicht überleben wird.

22.02.2024

Die Entscheidung des Londoner High Court ist nicht, wie erwartet, am Mittwoch gefallen. Die Richter*innen werden in den nächsten Wochen ihr Urteil bekannt geben.

08.02.2024

27.01.2024

Das Gedicht von Simon Pearce sagt alles! ( Lüneburg Demo gegen Rechts)

23.01.2024

23.01.2024

19.01.2024

Auch in Lüneburg eine große Protestaktion gegen die Aktivitäten diverser Rassisten und Neonazis statt. Die Demonstration beginnt um 16.00 Uhr auf dem Lambertiplatz und die Kundgebung um 17.00 Uhr auf dem Marktplatz

30.12.2023

65 Jahre Kubanische Revolution

Am 1.Januar feierte Cuba den Sieg der Revolutionäre über die Batistadiktatur

24.11.2023

Nein zu Kriegen – Rüstungswahnsinn stoppen – Zukunft friedlich und gerecht gestalten

15.11.2023

Die Seebrücke Lüneburg ruft zur Teilnahme an einer Mahnwache vor der durch einen Brandanschlag zerstörten Flüchtlingsunterkunft in Wittorf auf. Wie ihr vielleicht mitbekom-men habt, wurde in der letzten Woche ein Brandanschlag gegen eine geplante Geflüchteten-unterkunft in Wittorf verübt.
Antifaschistische Gruppen und Seebrücke Lüneburg wollen am Samstag den 18.11. um 13 Uhr vor Ort eine Mahnwache halten und zeigen: Rechte Gewalt und Hetze gegen Geflüchtete wird von uns nicht akzeptiert! Kommt dazu und zeigt auch ihr, dass ihr den Rechtsruck in Deutschland nicht hinnehmen wollt! Wir treffen uns um 12 Uhr am Marktplatz um gemeinsam mit dem Fahrrad hin- und zurückzufahren (ca. 30 Minuten pro Fahrt). Wenn Menschen das nicht möglich ist, haben wir eine Gruppe für die selbstorganisierte Anreise erstellt, wo ihr euch vernetzen könnt.
Menschen mit Autos, die Mitfahrer*innen mitnehmen können, können sich gerne bei uns über Social Media unter @seebruecke.lueneburg (oder per Mail:
melden. Hier geht´s zum Artikel für mehr Infos (in german):
https://www.abendblatt.de/region/harburg-landkreis/article239971450/Feuer-in-Wittorfer-Fluechtlingsunterkunft-war-Brandstiftung.html

—– english version——-
As you may have heard, a planned refugee shelter in Wittorf burned down last week – the police suspect arson. Antifascist groups and Seebrücke Lüneburg invite everyone to hold a vigil on site on Saturday, November 18th at 1 pm and show our support: We will not accept right-wing violence and agitation against refugees! Join us and show that you will not accept the shift to the right in Germany! We will meet at the market square at 12:00 to cycle there together (approx. 30 minutes each way). If this is not possible for you, we have created a group for self-organized travel, where you can network. People with cars who can pick up passengers or those who need a ride are welcome to contact us on social media (@seebruecke.lueneburg, or via email:seebruecke.lueneburg@gmx.de)
so we can add you to the group.
Spread the  news and join us! ✊🧡

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Seebrücke Lüneburg
Katzenstr.2
21335 Lüneburg
Mail: seebruecke.lueneburg@gmx.de
www.seebrücke-lüneburg.de

Wolfgang Mirosch

Vor 80 Jahren in Auschwitz ermordet

Gedenktafel an Wolfgang Miroschs ehemaliger Schule in Adendorf bei Lüneburg

Diese kleine Gedenkstätte erinnert an Wolfgang Mirosch

30.10.2023

Gunter Demnig erinnert an Lüneburger Nazi-Opfer

Am Freitag und Samstag (27./28.10.2023) war der Künstler Gunter Demnig wieder einmal in Lüneburg. Auf einer sehr gut besuchten VHS-Veranstaltung hielt er einen Vortrag über seine Arbeit und setzte acht neue Stolpersteine zur Erinnerung an Lüneburger Nazi-Opfer, jeweils auf dem Fußweg direkt vor deren ehemaligen Wohn- bzw. Arbeits-stätte. Somit wird von nun an im öffentlichen Raum per Stolperstein auch an Henry Jakobson gedacht, der das Kaufhaus „Gut und billig (Gubi)“ Ecke Am Markt/Bäckerstraße führte, an Hermann Jacobsohn und Martha Meyer, ebenfalls aus einer jüdischen Familie, in der Haagestraße. Auch für zwei „Euthanasie“-Opfer wurden Erinnerungs- und Mahnzeichen gesetzt, für Heinrich Röhrup (Auf dem Meere 33) und für Horst Münzer (Hinter der Sülzmauer 2).

An die Sinto Adolf, Frieda und Arnold Rose erinnert jetzt jeweils ein Solperstein auf der Straße Auf dem Schmarkamp 21, wo sich früher eine Barackensiedlung befand, in der die Familie Rose von der Stadtverwaltung zwangsweise eingewiesen wurde und leben musste und von wo aus sie im März 1943 nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet wurden – der damals dreijährige Arnold ebenso wie seine achtjährige Schwester Frieda (beide in Lüneburg geboren) und ihr achtzehnjähriger Bruder Adolf. Neben den bereits zu einem früheren Zeitpunkt gesetzten Stolper-steine für Rosa Rose (die Mutter der drei Kinder), für Amalie Rose (die Oma) und für Max Rose (ein Onkel) und für Reinhold, für den bereits ein Stein vor seiner früheren Schule (der heutigen Johannes-Rabeler-Schule) gesetzt wurde, erinnern nun diese Steine an die Ermordung der gesamten Familie Rose, an Rosa Rose (und ihren Bruder) und ihre vier Kinder .

Wir bedanken uns bei der Geschichtswerkstatt Lüneburg, die auch weiterhin die Kontakte zu Gunter Demnig halten und mit ihm und weiteren Akteuren diese wichtige Gedenk- und Mahnarbeit durchführen wird.

pa

Der Künstler Gunter Demnig bei einer früheren Stolpersteinverlegung in Lüneburg.

13.10.2023

Stellungnahme der VVN-BdA (Bundesvereinigung) zu den Massakern in Israel

 

Warnung vor Gewaltspirale

Wir sind in tiefer Trauer über die vielen Toten der letzten Tage und die grauenhafte Gewalt, die diese Woche überschattet. 700 Frauen, Kinder und Männer wurden in ihren Wohnungen hingerichtet, entführt, vergewaltigt und durch die Straßen gezerrt. Wir verurteilen den Terror der islamistischen Hamas und den Antisemitismus, der sich in diesen Tagen – nicht nur im Nahen Osten – Bahn bricht. Wer die Gewalttaten der letzten Tage „feiert“, sich über den Tod hunderter Menschen freut und ihn als „Befreiung“ tituliert, stellt dadurch seine Menschenverachtung zur Schau. Wir sind in Gedanken bei allen Menschen in Israel und in Gaza, die bei Bombenangriffen getötet und verletzt wurden. Unsere Anteilnahme gilt auch jenen, deren Angehörige und Freund*innen sich derzeit in der Gewalt der Hamas befinden.

Als Vereinigung, die auch von jüdischen NS-Verfolgten gegründet wurde, möchten wir außerdem daran erinnern, dass noch heute circa 150.000 Menschen in Israel leben, die einst die Shoah überlebten und Zuflucht in Israel fanden. Wir hoffen, dass alle diese schreckliche Zeit überstehen.

Der vergangene Samstag war auch ein schwarzer Tag für alle, die sich im Nahen Osten für ein menschenwürdiges Leben für alle und gegen religiösen Fanatismus einsetzen. Die demokratische Zivilbewegung in Israel und ihr Protest gegen den Demokratieabbau im eigenen Land dürfte vorerst an ihr Ende gekommen sein.

Wir warnen vor der Gewaltspirale, die sowohl für die israelische als auch für die palästinensische Bevölkerung nur weitere Katastrophen bereithält und appellieren an die politischen Verantwortlichen, eine gewaltfreie Antwort auf den schrecklichen Terror zu finden. Gaza dem Erdboden gleichzumachen und dabei hunderte Zivilist*innen zu töten, bringt weiteres unvorstellbares Leid mit sich und befeuert die Gewaltspirale. Wir warnen auch vor rassistischen Reflexen, die arabische und palästinensische Menschen mit Antisemitismus gleichsetzen und von rechten Akteur*innen hier in Deutschland für ihre Zwecke missbraucht werden.

Zum Nachlesen: Unser Beschluss „Gegen jeden Antisemitismus“ von unserem Bundeskongress 2011.

Cornelia Kerth und Florian Gutsche, Bundesvorsitzende der VVN-BdA

22.09.2023

Die Welt braucht Frieden!

Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag am 1.
September 2023

Jeder Krieg ist ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit.
Das ist die zentrale Lehre, die der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften aus der Geschichte gezogen haben. Das ist der Grund, weshalb wir uns mit all unserer gewerkschaftlichen Kraft für Frieden, Rüstungskontrolle und Abrüstung, für die Achtung der Menschenrechte und für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen.
Wir leben in einer Zeit, in der dieses Engagement besonders gefordert ist. In unserer Nachbarschaft tobt der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Wir fordern die russische Regierung auf, ihn durch den Rückzug ihrer Truppen zu beenden und die territoriale Integrität der Ukraine wiederherzustellen. Das in der Charta der Vereinten Nationen niedergelegte Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung steht für uns außer Frage.
Wir warnen aber eindringlich vor dem Irrglauben, immer mehr Waffen für die Ukraine würden zu einem schnelleren Ende des Krieges führen. Und wir warnen vor der einseitigen Fixierung der Debatte auf Waffenlieferungen und ein Denken in den Kategorien „Sieg“ oder „Niederlage“. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihr Handeln stärker auf friedliche Ansätze zur Konfliktlösung zu fokussieren: Haben Sie den Mut, mehr Diplomatie zu wagen!
Was uns eint, ist die Überzeugung, dass dauerhafter Frieden und eine stabile internationale Friedensordnung nur möglich sind, wenn sich die Stärke des Rechts durchsetzt – und nicht das Recht des Stärkeren. Mit Waffen lässt sich kein Frieden schaffen! Das sehen wir überall da, wo Kriege und Bürgerkriege toben – ob in Syrien, im Iran, im Jemen, im Sudan oder in Äthiopien. Militärische Konflikte und der Einsatz bewaffneter Gewalt bringen Tod, großes Leid und führen zu Flucht und Vertreibung. Unsere Solidarität gilt den Menschen auf der Flucht, egal auf welchem Kontinent. Wir verurteilen alle Regierungen, die Krieg, Unterdrückung, Gewalt und Folter als Mittel der Politik und Instrumente zur Sicherung ihrer Macht einsetzen!
Die Waffen müssen endlich schweigen – überall! Gerade in Zeiten, in denen die geopolitischen Spannungen zwischen Weltregionen zunehmen, ein Rückfall in das Denken in Machtblöcken die Oberhand zu gewinnen droht und ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf begonnen hat. Die Zahl
unmittelbar einsatzfähiger Nuklearsprengköpfe steigt immer weiter. Gleichzeitig nehmen die Ausgaben für atomare Aufrüstung aberwitzige Ausmaße an und lagen allein im letzten Jahr bei rund 77 Milliarden Euro.
Jeder Euro, der zusätzlich für Aufrüstung ausgegeben wird, fehlt an anderer Stelle. Neue Waffensysteme dürfen nicht mit der Schließung von Krankenhäusern oder dem Verzicht auf Zukunftsinvestitionen bezahlt werden. Die jüngste Häufung weltweiter Extremwetterereignisse führt uns drastisch vor Augen, dass die Bekämpfung des Klimawandels keinen Aufschub duldet. Der dafür erforderliche Umbau unserer Wirtschaft und seine sozial gerechte Gestaltung werden nur gelingen, wenn dafür ausreichend öffentliche Mittel bereitstehen. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, von einer – wie es die NATO fordert – weiteren Aufstockung des Rüstungsetats auf zwei Prozent des BIP oder sogar mehr abzusehen und sich mit ihren EU-Partner*innen und im Rahmen der internationalen Staatengemeinschaft für neue nukleare Rüstungskontrollabkommen und eine Eindämmung von Rüstungsexporten stark zu machen. Wir werden von der Überzeugung getragen, dass wir unsere Ziele nur in großer Solidarität erreichen. Rechtsextreme Positionen und Verschwörungsmythen haben bei uns keinen Platz. Wir werden uns nicht wegen der Hautfarbe, sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität, Religion oder Behinderung spalten lassen.
Die Welt braucht Frieden! Wir stehen zusammen: für Solidarität, für
Gerechtigkeit, für Freiheit und für Frieden – jetzt!“

Der neu gestaltete und in diesem Frühjahr von der Stadt eingeweihte Ehrenfriedhof für die in Lüneburg ermordeten KZ-Häftlinge