17.09.2025
Klimademo 20.09.2025.
⏰ 13:00 Uhr
📍 Clamartpark, Lüneburg
12.09.2025
14. September 2025
10:00 – 17:00 Uhr, Salzmagazin
NS-Zwangsarbeit in der Saline
Peter Asmussen, VVN-BdA, und Tilman Küntzel
Kommen Sie ins Gespräch!
29.08.2025
Liebe Friedensfreund:innen,
im Rahmen der Lüneburger Wandelwoche laden wir zu einem Vortrag über die neuen atomaren Bedrohungen aufgrund der geplanten Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland ein
*mit* *Ralph Urban, Vorstandsmitglied des IPPNW,
am Freitag, dem 12.9.25, um 19:30, An den Brodbänken 7 (ehem. Lünebuch Buchhandlung).
*s. a. Info im Anhang
Liebe Friedensfreund:innen, es geht immer weiter mit der Kriegsvorbereitung. In Unterlüß wurde gerade die größte Rüstungsfabrik Europas feierlich eingeweiht. Zu sehen waren Verteidigungsminister Pistorius und Vizekanzler Klingbeil Seite an Seite mit dem Rheinmetallchef Pappberger. Die Produktivität der neuen Munitionsfabrik und 500 neue Arbeitsplätze wurden bejubelt. Die deutschen Rüstungsexporte sind 2024 auf einen Höchststand gestiegen. Mit deutscher Waffentechnik wird in Gaza ein Völkermord unterstützt und der Krieg in der Ukraine verlängert. Die Bundesregierung hat jetzt die Einführung der – zunächst freiwilligen – Wehrpflicht beschlossen und einen „Nationalen Sicherheitsrat“ zur Umsetzung einer „integrierten Sicherheitspolitik“ für Krisen und Notlagen mit Anbindung an die NATO installiert. Die Militarisierung von Staat und Gesellschaft schreitet voran. Sicherer wird unser Leben durch diese Eskalationspolitik, die nur militärische Kategorien kennt, nicht – im Gegenteil. Die finanziellen Folgen des aufgeblähten Rüstungshaushalts werden immer sichtbarer. Im Bundeshaushalt fehlen aktuell 30 Milliarden. Für Kürzungen sind insbesondere die Ausgaben für Gesundheit und Soziales im Visier. Und unsere Umwelt? Die Meldungen über neue Hitzerekorde häufen sich, Flüsse und Seen trocknen aus, es toben kaum zu stoppende Waldbrände, plötzlich einsetzender Starkregen führt zu gefährlichen Überflutungen – aber Klimaschutz hat keine Priorität.
*Diese Politik wollen wir nicht widerspruchslos hinnehmen!
Fahrt mit uns gemeinsam am Freitag, dem 3. Oktober, zur Friedensdemonstration nach Berlin!*
*Anbei der bundesweite Aufruf für die Demo. Infos zu Ablauf und Programm sind hier zu finden: https://nie-wieder-krieg.org*
Aufgrund der Baumaßnahmen an der Strecke HH – Berlin gibt es ICE-Direktverbindungen von Lüneburg über Uelzen/Salzwedel nach Berlin mit einer Fahrtdauer von 2 Stunden.
Über ein Gruppenticket steht uns ein Kontingent an reservierten Plätzen zur Verfügung.
*Fahrpreis Hin- und Rückfahrt 40 € pro Person incl. Reservierung*
*Hinfahrt:* 9:19 ab Lüneburg mit ICE 1735 – an Berlin HbHf 11:23
*Rückfahrt:* 16:37 ab Berlin HbHf mit ICE 1708 – an Lüneburg 18:29
*Wer mitfahren möchte, meldet sich bitte bis spätestens zum 18.09.25 bei uns an:
E-Mail an: friedensbuendnis-lueneburg@posteo.de
Den Fahrpreis bitte an Iris Geisler-Berneis auf das folgende Konto überweisen:
IBAN: DE19 2405 0110 0066 2437 75.*
Wir freuen uns auf eine große Demo in Berlin mit vielen Lüneburger:innen!
Iris Geisler-Berneis
i. A.
08.08.2025
Am 06. und 09. August vor 80 Jahren haben die USA Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Die schrecklichen Folgen mit hundertausenden Toten warnen uns vor den Gefahren atomarer Waffen und mahnen uns, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten. 140 der 193 UN-Mitgliedsstaaten unterstützen inzwischen den Atomwaffenverbotsvertrag.
In Deutschland sind weiterhin amerikanische Atomwaffen stationiert. Die Bundesregierung propagiert diese „nukleare Teilhabe“ als alternativlos und steht hinter dem Schutz durch „nukleare Abschreckung“. Ein gefährlicher Irrtum! Die Atomwaffenpolitik führt zu weiterer Konfrontation in aktuellen Kriegen und Konflikten und kann – und sei es aus Versehen – einen Atomkrieg auslösen.
Am Samstag, den 09. August um 16:30 Uhr auf dem Lüneburger Marktplatz, wollen wir der Opfer der Atomwaffeneinsätze und der Atomwaffenpolitik gedenken und zu einer Zukunft ohne Atomwaffen aufrufen. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen!
Unser Aufruf ist auch bei Instagram zu sehen – wie in Zukunft alle unsere Aufrufe und Infos – schaut mal rein: @friedensbuendnis_lueneburg
07.08.2025
Der Bündnisaufruf zur bundesweiten Demonstration in Berlin und Stuttgart am 3.10.2025
Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!
Wir sagen Nein zu allen Kriegen und lehnen die gefährliche Hochrüstung ab. Die Umsetzung des Fünf-Prozent-Ziels, würde bedeuten, dass fast jeder zweite Euro aus dem Bundeshaus-halt in Militär und kriegsrelevante Infrastruktur fließt. Die Hochrüstung führt zu massiver Verschuldung, drastischem Sozialabbau und der Militarisierung der Gesellschaft. Dies geht insbesondere auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, der Alten und Kranken sowie der arbeitenden Menschen. Die Hochrüstung blockiert zudem den Kampf gegen die Klimakatastrophe, Umweltkrisen und weltweite Armut. Die Politik der Konfrontation setzt unsere Sicherheit aufs Spiel, statt sie zu gewährleisten. Waffenexporte und Eskalationspolitik verschärfen Kriege und Krisen und verlängern sie. Nicht die Kriegstüchtigkeit Deutschlands ist unser Ziel, sondern seine Dialogfähigkeit und seine Bereitschaft zur Abrüstung.
Wir fordern von der Bundesregierung:
- Stopp des Hochrüstungskurses. Stattdessen Abrüstung für Soziales, Klima und Entwicklung.
- Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Entschlossenen Einsatz für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen.
- Nein zur Wehrpflicht.
- Stopp der Militarisierung der Gesellschaft. Keine Unterordnung von Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft unter Kriegstüchtigkeit.
- Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und von Krieg bedroht sind.
- Diplomatisches Engagement für ein schnelles Ende der Kriege in Europa und im Nahen und Mittleren Osten.
- Die Bundesregierung darf sich nicht weiter mitschuldig machen an einer von immer mehr Staaten und Organisationen
als Völkermord klassifizierten Kriegsführung im Gazastreifen. Sie muss alles tun, damit der Krieg, die Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser und der Einsatz von Hunger als Waffe umgehend beendet werden. - Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag.
Unsere Vision bleibt eine Welt ohne Atomwaffen und Krieg. Wir fordern gemäß der UN-Charta, auf die Anwendung und Androhung von Gewalt in den internationalen Beziehungen zu verzichten. Es braucht die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren.
Wir lehnen alle Kriege ab. Wir trauern um alle Opfer von Kriegen und Gewalt und verurteilen alle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Wir wollen:
- Diplomatische Initiativen. Nur Verhandlungen und Abrüstung schaffen Sicherheit.
- Eine neue Entspannungspolitik für Europa, die die Friedens- und Sicherheitsinteressen aller Beteiligten berücksichtigt.
- Politische Konfliktlösungen, Friedenslogik und eine Kultur des Friedens.
Frieden braucht die Verteidigung der Demokratie und das Engagement jedes Einzelnen. Frieden braucht Bewegung.
Frieden ist die Grundlage für ein gutes Leben künftiger Generationen.
Deswegen demonstrieren wir am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!
| Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen und demokratiefeindlichen Kräften. Diese können auch nicht Teil unseres Bündnisses sein. Wir bitten auf Parteifahnen zu verzichten. Willkommen sind Transparente, Fahnen und Schilder (auch mit Parteilogo), die Inhalt und Zielen der Demonstration entsprechen. |
Spendenkonto
Für die gemeinsame Finanzierung der bundesweiten Demo in Berlin und Stuttgart erbitten wir Spenden auf das Konto der Friedens- und Zukunftswerkstatt.
23.06.2025
Filmische Eindrücke vom Befreiungsfest auf dem Lüneburger Marktplatz am 8. Mai 2025
80 Jahre nach der Befreiung
25.05.2025
Eindrucksvolle Veranstaltung im Rahmen der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 80 Jahren
Auf dem ehemaligen Gräberfeld sowjetischer Kriegsgefangener bei Reppenstedt wurde eine Gedenktafel eingeweiht
Am 21.Mai 2025 fand in Gellersen eine bewegende Zeremonie zur Einweihung einer Gedenktafel für die getöteten Sowjetsoldaten statt.
Kann die Würde eines Menschen mit einer Gedenkveranstaltung und der Aufstellung einer Gedenktafel wieder hergestellt werden? Können wir uns freuen, dass die „Aus den Augen – aus dem Sinn“ Vertuschungsmentalität, die nicht nur in den direkten Nachkriegsjahren und nicht nur in Lüneburg und Umgebung herrschte, vorüber scheint?
Freude ist wohl im Zusammenhang mit den Morden an Menschen unpassend. Froh können wir jedoch sicher sein: In Stadt und Landkreis Lüneburg gibt es seit Jahrzehnten Frauen und Männer die sich niemals mit den verlogenen Verniedlichungsmechanismen im offiziellen und privaten Gebaren im Zusammenhang mit den Verbrechen während des Nationalsozialismus abgefunden haben.
Da gibt es den „Arbeitskreis Erinnerungskultur“ der Hansestadt Lüneburg. Eingerichtet wurde er vor mehr als sechs Jahren. Seitdem bemühen sich Vertreter*innen verschiedener Organisationen in aufreibender Kleinarbeit, die Lüneburger Geschichte, besonders während des Nationalsozialismus ins richtige Licht zu setzen. An Orten mit dem entsprechenden Bezug werden nun endlich Informationstafel aufgestellt werden, die die damaligen Geschehnisse in ihrer brutalen Realität darstellen und Lüneburger Verantwortliche beim Namen nennen.
Da gibt es Mitglieder der VVN-BdA-Lüneburg, die mit Rundgängen zu den Originalschauplätzen des größten Kriegsverbrechens im Jahr 1945 in der Stadt regelmäßig unter anderem Schüler*innen über die auf rechtem Gedankengut basierenden Naziverbrechen informieren.
Und da gibt es Hans-Jürgen Brennecke, Manfred Messer und Peter Asmussen von der VVN-BdA-Lüneburg, die vor Jahrzehnten auf den Skandal der sogenannten Russengräber zwischen den Orten Reppenstedt und Böhsmholz aufmerksam machten. Kurzfristig war das Verbrechen an fast 50 Sowjetsoldaten auch in der Lokalpresse ein Thema. Ebenso schnell sollte es wohl aber auch wieder vergessen werden. Als die Broschüre der VVN-BdA-Lüneburg zum „KZ-Friedhof“ im Waldgebiet Tiergarten das Thema 2016 in einem Kapitel erneut aufgriff, fand es augenscheinlich nur bei Insider*innen Interesse.
Nun wurden die ermordeten Menschen auf Initiative des Gemeindebürgermeisters von Reppenstedt Christian Purps, der ein entsprechender Antrag der SPD, der Grünen, von Die Linke und Soli im Gemeinderat folgte, endlich zurück aus der Vergessenheit geholt.
Auch wenn es sich nur um eine weitere Gedenktafel handelt, die Männer sind mit ihren Namen und Fotos nicht mehr anonyme „Russen“. Sie sind nunmehr als Menschen erkennbar, die unter den Bewohnern des Landkreises lebten.
Ihre Geschichte verdeutlicht die ungeheure, menschenverachtende Ideologie der Nazis. Sie macht die Mitschuld der deutschen Bevölkerung offenbar.
Die Hoffnung besteht, dass diese Gedenktafel dadurch ein Puzzleteil sein kann, das die Wiederholung eines wie auch immer gearteten Terrors rechter Gruppierungen zukünftig verhindert. Vielleicht auch bei so manchen ihre in rechten Denkweisen verhafteten Ideen ändern kann.
Gellersens Gemeinde-pastorin Kristin Schauf gedachte der ermordeten Männer
Der Bürgermeister Steffen Gärtner vertrat die Samtgemeinde Gellersen
Ratsfrau Gabi Bauer wies auf Gefahren durch aktuelle Rechtsentwick-lungen hin. Sie hatte sich besonders für die Ge-denktafel eingesetzt.
Die Gedenktafel wird mit der Niederlegung eines Gesteckes durch Herrn Gärtner eingeweiht
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Posaunenchor Reppenstedt
Alle Fotos ©2025 @ Georg Gunkel-Schwaderer
Hier ist der Ort des ehmaligen Gräberfeldes und die Gedenktafel zu finden
Kartenausschnitt : openstreetmap: https://www.openstreetmap.org/copyright
Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 license (CC BY-SA 2.0)
18.05.2025
Gedenktafel für sowjetische Kriegsgefangene wird eingeweiht
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 21.05.2025, um 17:00 Uhr am ehemaligen Gräberfeld im Forst zwischen Kirchgellersen und Reppenstedt statt.
Die Samtgemeinde Gellersen lässt eine Gedenktafel im Wald zwischen Böhmsholz und Reppenstedt aufstellen. Sie erinnert an sowjetische Kriegsgefangen, die dort bis 1955 begrabenen waren. Damit wird den Toten zumindest etwas ihrer Würde zurück gegeben.
Michail Rygalow – Einer von 48 Männern:
Ermordet durch unzureichende und gesundheitsschädliche Verpflegung oder auf der Flucht erschossen.
„Sowjetische Kriegsgefangene, die in Lüneburg zwischen 1941 und 1945 starben, wurden auch nach ihrem Tode noch als „Untermenschen“ behandelt. Sie wurden nicht auf einem der Lüneburger Friedhöfe beerdigt, sondern am Rande der Stadt in einem Waldstück in Böhmsholz auf dem Osterberg, südwestlich vom heutigen Reppenstedter Sportplatz. Dieser Friedhof wurde offiziell in Lüneburg „Russenfriedhof“ genannt – vor und nach 1945.“Dieser Friedhof wurde ab November 1941 belegt.“ (Vom KZ-Friedhof zum Rhododendron-Park, VVN-BdA-Kreisvereinigung Lüneburg, 2016, S.45)
(Vom KZ-Friedhof zum Rhododendron-Park,
VVN-BdA-Kreisvereinigung Lüneburg, 2016, S.45)
16.05.2025
Umbenennung der Hindenburgstrasse in Lüneburg
Was in vielen Städten schon lange selbstverständlich war, nämlich Hindenburg nicht mit einem Straßennamen zu ehren, bzw. diese Ehrung zurück zu nehmen, ist nach jahrzehntelangen Außeinandersetzungen nun auch in Lüneburg umgesetzt wurden. Der Kreisverband Lüneburg der VVN-BdA war von Beginn an eine der zentralen Triebkräfte, die für die Umbennung der Straße kämpften.
Wir freuen uns, dass nach mehreren Jahrzehnten des Kampfes gegen die Namensgebung Hindenburgstrasse der Rat der Stadt Lüneburg (gegen die Stimmen von CDU, FDP und AfD)
endlich beschlossen hat Hindenburg diese Ehrung abzuerkennen.
Enttäuscht sind wir über das Ergebnis, dieser Straße wieder ihren vormaligen Namen „Gartenstrasse“ zu geben.
Wir meinen, dass wir nicht so tun können als habe es den deutschen Faschismus nicht gegeben, als könnten wir diese Deutsche und Lüneburger Geschichte übergehen, die Singularität der Nazi-Verbrechen ausblenden und umstandslos anknüpfen an die Geschehnisse und Strassenbenennung der Zeit vor 1933. Es gibt keine „gute, alte Zeit“, auf die wir zurückgreifen können unter Umgehung der NS-Zeit und bei der Geschichte dieses Straßennamens erst recht nicht. Mit dem Zurück zur alten Gartenstraße wurde in diesem Sinne ein Wegducken vor der historischen und politischen Verantwortung praktiziert, allen Warnungen zum Trotz. Prof. Epkenhans zur Umbenennungsdebatte: „Wir müssen geschichtspolitisch ein Zeichen setzen in einer Zeit, in der die NS-Zeit als Fliegenschiss verniedlicht wird.“
Ein solches Zeichen im öffentlichen Raum wurde leider nicht gesetzt, wie es eine Straßenbenennung in Solidarität mit den Opfern des NS-Regimes bzw. des NS-Widerstandes möglich gewesen wäre – nicht nur als Zeichen des Respekts, sondern auch als Gegenentwurf zu den antidemokratischen und faschistischen Kräften der Vergangenheit sowie der gegenwärtigen völkischen und rassistischen Politik von Parteien und politischen Kräften.
Der Name Hindenburgstrasse gehört nun endlich der Vergangenheit an.
Eine Würdigung der Antifaschistin Sonja Barthel und der von den Nazis verfolgten und ermordeten Geschwister Raiminius lässt weiterhin auf sich warten.
Es würde der Hansestadt Lüneburg und der Lüneburger Stadtgesellschaft guttun, wenn auch diesen Personen eine öffentliche Würdigung und Anerkennung zu Teil werden würde.
Wir meinen, dass wir nicht so tun können, als habe es den deutschen Faschismus nicht gegeben, als könnten wir diese deutsche und Lüneburger Geschichte übergehen, die Singularität der Nazi-Verbrechen ausblenden und umstandslos anknüpfen an die Geschehnisse und auch Straßenbenennungen der Zeit vor 1933. Es gibt keine „gute, alte Zeit“, auf die wir zurückgreifen können unter Umgehung der NS-Zeit und bei der Geschichte dieses Straßennamens erst recht nicht. Mit dem Zurück zur alten Gartenstraße wurde in diesem Sinne ein Wegducken vor der historischen und politischen Verantwortung praktiziert, allen Warnungen zum Trotz. Prof. Epkenhans zur Umbenennungsdebatte: „Wir müssen geschichtspolitisch ein Zeichen setzen in einer Zeit, in der die NS-Zeit als Fliegenschiss verniedlicht wird.“
10.05.2025
In Feierlaune zeigte sich Lüneburgs Marktplatz
am 8. Mai 2025
80 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus
Der Platz vor dem Rathaus wurde den ganzen Nachmittag des 8.Mai von sehr vielen Menschen besucht.
Nicht nur am Kaffe- und Kuchenstand bildeten sich immer wieder lange Schlangen.
Alle Infostände der vielen Organisationen waren ständig hoch frequentiert.
Fotos von VVN-Lüneburg und M. Hübner
Der tolle Erfolg des Festes ist der solidarischen und koordinierten Zusammenarbeit der beteiligten Gruppen und Initiativen zu verdanken.
Wichtige Akteur*innen waren natürlich die Musiker*innen mit ihren Auftritten:
Es gab Auftritte von „DenManTau“, „Studio One“, „Mittel zum Zweck“, die „Bockum-Band“, „Song-Butlers“, des Rappers Camilo und von Mitarbeitenden des Stadttheaters. Ukrainerinnen sangen Lieder, Sebastian Stierl animierte zum Mitsingen von Friedensliedern.
Dieses positive Ergebnis steht beispielhaft für zukünftige gemeinsame Projekte, die zum Beispiel Themen wie Antifaschismus, Toleranz und Frieden zum Inhalt haben.
03.05.2025
Großes Fest auf dem Marktplatz Lüneburg, 15.00 bis 19.00 Uhr
Ein buntes Fest für Jung und Alt wird es am 8. Mai auf dem Lüneburger Marktplatz geben:
Am 8. Mai 2025 jährt sich zum 80. Mal der Sieg der Alliierten über die deutsche Wehrmacht und über den Faschismus und mit ihm die Befreiung der in den KZs, Vernichtungslagern und Gefängnissen noch lebenden Menschen und aller durch die Nazis unterdrückten und verfolgten Personen. Für die europäische Bevölkerung bedeutete es die Befreiung von Faschismus und Krieg. Es wurde dadurch der Weg frei für ein neues Deutschland, dass auf den Eckpfeilern einer Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Entmonopoli-sierung, einer antifaschistischen Demokratie, nach dem Sozialstaatsprinzip und der internationalen Solidarität aufgebaut werden sollte.
Um diese 80 Jahre-Feier vorzubereiten und dazu einzuladen haben sich viele Lüneburger Initiativen, Verbände, Vereine und Parteien in einer „Initiative 8. Mai Befreiungsfest“ zusammengefunden. Dazu gehören u.a. das Evangelische Familienbildungswerk, der DGB, die VVN-BdA, die Geschichtswerkstatt, Omas gegen Rechts, das Mosaique, die Falken, das Netzwerk Kaltenmoor, die SPD, die Linke und Bündnis 90/die Grünen und andere mehr. Wir danken der Hansestadt Lüneburg für ihre logistische, organisatorische und finanzielle Unterstützung.
Es wird ein buntes Fest werden mit kulturellen Beiträgen von Lüneburger Künstler:innen auf einer zentralen Bühne, mit Informations- und Essensständen, Mitmach-Aktionen sowie einem Forum. Bekannte Bands treten auf wie „DenManTau“, „Studio One“, „Mittel zum Zweck“, die „Bockum-Band“, „Song-Butlers“ und der Rapper Camilo. Mitarbeitende des Stadttheaters tragen Musikstücke von Rio Reiser vor. Es werden deutsche Friedenslieder und ukrainische Lieder gespielt und gesungen und es tritt die Trommlerinnengruppe Samba des Salinas auf.
Das Programm richtet sich an Erwachsene und gleichfalls an Kinder, auf die verschiedene Mal- und Bastelaktivitäten warten.
Es wird ein buntes Fest werden mit kulturellen Beiträgen von Lüneburger Künstler:innen auf einer zentralen Bühne, mit Informations- und Essensständen, Mitmach-Aktionen sowie einem Forum. Bekannte Bands treten auf wie „DenManTau“, „Studio One“, „Mittel zum Zweck“, die „Bockum-Band“, „Song-Butlers“ und der Rapper Camilo. Mitarbeitende des Stadttheaters tragen Musikstücke von Rio Reiser vor. Es werden deutsche Friedenslieder und ukrainische Lieder gespielt und gesungen und es tritt die Trommlerinnengruppe Samba des Salinas auf.
Das Programm richtet sich an Erwachsenen und gleichfalls an Kinder, auf die verschiedene Mal- und Bastelaktivitäten warten.
Das Befreiungsfest findet am 08. Mai 2025 auf dem Lüneburger Marktplatz von 15 bis 19 Uhr statt und steht unter dem Motto „Nie wieder Faschismus!“
23.04.2025
Einen anderen als den üblichen Blick auf Befreiung und Kriegsende im Mai 1945 können die BesucherInnen einer Veranstaltung am 28. April 2025 im Haus der Kulturen Mosaique erwarten:
Als besonderer Gast ist Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der Fédération Internationale des Résistants (FIR) zum Vortrag und Gespräch nach Lüneburg eingeladen. Er wird daran erinnern, dass in vielen Staaten Europas Frauen und Männer des Widerstandes gegen den deutschen Faschismus gekämpft haben und in den Tagen um den 8. Mai 1945 die Bevölkerung auf den Straßen und Plätzen ihrer Städte singend und tanzend ihre Befreiung feierten, in Kopenhagen, Paris, London, Den Haag und in den meisten anderen europäischen Metropolen. Der Referent wird darüber berichten, welche Schwierigkeiten sie nach dem Ende der deutschen Okkupation zu überwinden hatten, welche Hoffnungen und Visionen für einen gesellschaftlichen Neuanfang sie hegten und versuchten umzusetzen und auch darüber, welche Bedeutung dieser antifaschistische Widerstand in der Gedenkkultur und Identität dieser Länder heute hat.
Die Veranstaltung wird durchgeführt von der VVN-BdA Lüneburg und beginnt am 28.4.25 im Mosaique um 20.00 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, eine Spende wird gerne entgegengenommen.
31.03.2025
„Am nächsten Tag, …, 12.4.(1945), wurde gemeldet: Alle erschossen.“(1)
80 Jahre nach dieser Meldung, wahrscheinlich durch die Lüneburger Polizei, steht der 12. April 2025 im Zeichen des Gedenkens an die ermordeten Menschen des Räumungstransports aus dem KZ-Außenlager Wilhelmshaven in Lüneburg.
(1) „Vom KZ-Friedhof zum Rhododendron-Park“; Seite 23; VVN-BdA- Kreisvereinigung Lüneburg; 2016
Im Frühjahr diesen Jahres stehen viele Veranstaltungen zur Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Die Befreiung durch die alliierten Truppen jährt sich zum 80sten Mal. Auch das Massaker an Menschen des Räumungstransports aus dem KZ-Außenlager Wilhelmshaven in Lüneburg jährt sich zum 80sten Mal.
„Am nächsten Tag, Donnerstag, 12.4.(1945), wurde gemeldet: Alle erschossen.“(1)
80 Jahre nach dieser Meldung, wahrscheinlich durch die Lüneburger Polizei, steht der 12. April 2025 im Zeichen des Gedenkens an die ermordeten Menschen des Räumungstransports aus dem KZ-Außenlager Wilhelmshaven in Lüneburg.
Dieses Kriegsverbrechen ist Thema zweier Veranstaltungen am 12.April 2025:
„80 Jahre danach – Lüneburger Kriegsverbrechen 1945 – Wir erinnern an die Opfer“
12.April 2025, 14:00 bis 16:00 Uhr
Auf dem Ehrenfriedhof – Opfer der KZ-Häftlingstransporte 1945″ im Tiergarten – Lüneburg
siehe unten
———————————
„Spurensuche – 6 Tage im April“ – Szenische Lesung der Arbeitsgruppe „Spurensuche“
12.April 2025, 20:00 Uhr
im „mosaique“, Katzenstr. 1, Lüneburg
siehe unten
24.03.2025
19.02.2025
Raus aus der Unsichtbarkeit – Roma*-Empowerment und Selbstorganisation
Veranstaltung der VVN-BdA Kreisverband Lüneburg gemeinsam mit der Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (KogA/SnG)
Beginn: 11.03.2025, 17.30 Uhr
Ende: 19.30 Uhr
Ort: Fabs – Ev. Familien-Bildungsstätte, Bei der St. Johanniskirche 3, LG
Zielgruppe: Interessierte aus Stadt & Kommunalpolitik, zivilgesellschaftliche und politische Akteur*innen, interessierte Öffentlichkeit und potentielle Unterstützer*innen
Rassismus gegen Sinti* und Roma* ist immer noch allgegenwärtig, gleichberechtigte Teilhabe eingeschränkt. Um das „Bild“ zu verändern und um die gleichberechtigten Interessen und Rechte sichtbar zu machen, spielen Selbstorganisationen und Empowerment eine zentrale Rolle. Aber wie entstehen Roma*-Selbstorganisationen? Welche gibt es? Und was können „Gadje“, also Nicht-Roma* dazu unterstützend beitragen?
Referent*innen: Dzoni Sichelschmidt & Vahide Berisha
Eintritt gegen Spende
Sprache: Deutsch, ggf. Romanes
Veranstalter: VVN-BdA, Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (KogA/SnG)
10.02.2025
Und noch viel mehr Aktionen gegen Rechts auf:
https://www.demokrateam.org/bundesland/niedersachsen/
30.01.2025
25.01.2025
„FASCHISMUS STOPPEN“ Riesengroße Beteiligung an der Demonstration in Lüneburg
Der Clamartpark in Lüneburg hatte Probleme die riesige Menschenmenge aufzunehmen, die sich gegen den immer unverblümter auftretenden Faschismus, besonders getarnt als AfD, in der Bundesrepublik stemmten.
23.01.2025
Melbecker*innen zeigten Präsenz gegen Rechts
Die AfD hatte einen Infostand im Bereich des Lebensmittelmarktes in Melbeck angemeldet. Bürgerinnen und Bürger aus Melbeck machten daraufhin auf dem von der rechten Partei vorgesehenen Ort deutlich, dass es hier keinen Raum für Ausgrenzung und Spaltung gibt. Augenscheinlich hatten die Mitglieder der von Faschisten durchdrungenen Partei kein Interesse an einer Auseinandersetzung. Sie erschienen nicht.
Die Aktion wurde gegen 13:00 Uhr erfolgreich beendet, zumal sich der größte Teil der Mitglieder des Melbecker Gemeinderates beteiligt hatte. Zum Abschluss verabredete man sich für Sonnabend um 12:00 Uhr zur Demonstration „Alle zusammen – Faschismus stoppen“ in Lüneburg.

